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NEWS: Aktuelle Entwicklungen und Projekte

Verkehrsberuhigung am Hagenweg, Pappelweg und Am Mittelwischweg

Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und der Autoverkehr; alle Verkehrsteilnehmende teilen sich wegen fehlender Rad- und Fußwege die Hauptverkehrswege durch den Naherholungspark über den Hagenweg, Pappelweg und Am Mittelwischweg. Obwohl hier Tempo 30 gilt, halten sich leider nicht alle Autofahrer:innen daran. Insbesondere an den Fuß- und Radunterquerungen der Bahnanlage und der Autobahn ist besondere Vorsicht geboten. In Zusammenarbeit mit dem ASV und den Beiräten wurde nun zur Beruhigung der Verkehrssituation auf Höhe der Unterführungen Mäusetunnel/Hagenweg, Kleingärtnerweges/Pappelweg und Weg am Vogelschutzgehölz/Am Mittelwischweg durch das ASV Bodenschwellen verbaut. Somit wird die Sicherheit für Rad Fahrende und zu Fuß Gehende erhöht. Die Bodenschwellen sind versetzt angelegt, so dass Rad Fahrende und mobil eingeschränkte Personen, die Bodenhindernisse gut umfahren können.

Im Zuge der Revitalisierung des Grünen Bremer Westens wurden über den Bremen Fonds Mittel zur Neuanlage oder Wiederherstellung von Wegen in dem Gebiet eingeworben. Mit diesen Mitteln sollten akute Missstände behoben werden und der Ausbau von Fuß- und Radwegeachsen durch das Waller Kleingartengebiet, welche im Rahmen der Ideenwerkstatt für das Naherholungsgebiet (2014/2015) beschlossen wurden, vorangetrieben werden.

Warum ist eine Sanierung der Wege im Kleingartengebiet erforderlich?

Durch die oftmals gemeinschaftliche Nutzung der Kleingartenwege durch PKW, Radfahrer:innen und Fußgänger:innen kam es in der Vergangenheit wiederholt zu starken Schäden an den Wegebelägen. Um eine Nutzung (gerade zu Zeiten der Pandemie, wo mehr Menschen die Kleingartenwege nutzen) dauerhaft zu gewährleisten, werden die Kleingartenvereine bei der Unterhaltung von Wegen, die von überörtlichem Interesse sind, unterstützt.

Warum soll die Wegeverbindung Schildblattweg – Pfingstrosen- Chrysanthemenweg saniert werden?

Einige wenige Wege in mitten der Kleingartengebiete im Grünen Bremer Westen wer-den primär nicht nur von Kleingärtner:innen als Erschließungswege zu den Parzellen genutzt, sondern auch von anderen Personen, für die die Wege überörtliche Wegeachsen darstellen. Die Wegeverbindung zwischen der Fleetsraße und dem Hagenweg über den Pfingstrosen- Chrysanthemenweg und den Schildblattweg ist ein solcher Weg mit überörtlicher Bedeutung. Die Verbindung ist Teil der Hauptradroute in Ost-West-Richtung zwischen Universitätsgelände und Gröpelingen: vom Bürgerpark/Findorff kommend über die Salzburger Straße und die Brücke über den Autobahnzubringer, und anschließend Grünen Bremer Westen über den Storchenweg.
In der Vergangenheit waren hier mehrfach jährliche Unterhaltungsarbeiten erforderlich, um eine Befahrbarkeit des Weges zu gewährleisten. Im Laufe der Jahre entstand dort somit ein Flickenteppich an Ausbesserungsarbeiten, dessen Unterhaltung von Jahr zu Jahr kostenintensiver wurde. Aus Sicht der Grünordnung sollte die Wegeverbindung zukünftig idealer Weise in das Radhauptroutennetz der Stadt Bremen aufgenommen werden. Bisher war dies nicht möglich, da die Wegeverbindung nicht die erforderlichen Kriterien (insbesondere bezüglich der Befahrbarkeit) erfüllte. Um daher einerseits die jährlichen Unterhaltungskosten für die Wegeverbindung zu reduzieren und anderseits die Chancen für eine Aufnahme in das Radhauptroutennetz zu erhöhen, wurde nun mit Restmittel aus dem Bremen Fonds die Herstellung einer Asphaltdeckschicht für die Wegeverbindung beschlossen. Da die Umsetzung der Maßnahme unter Zeitdruck (Mittel standen nur bis Ende 2021 zur Verfügung) und innerhalb des Kleingartengebietes und nicht in einer öffentlichen Grünanlage erfolgt, wurde eine niedrigschwellige Umsetzung ohne Beteiligung festgelegt.

Warum erfolgt die Sanierung der Wegeverbindung in Asphaltbauweise?

In der Regel erfolgen die Ausbesserungsarbeiten in den Kleingartenwegen durch das Aufbringen eines Mineralgemischs aus Naturstein. Da diese Bauweise jedoch bei We-gen mit einer hohen Nutzungsfrequenz nicht dauerhaft eine komfortable Befahrbarkeit insbesondere für Radfahrende gewährleistet, wird eine Sanierung der Wegeverbindung in wassergebundener Bauweise aus verschiedenen Gründen nicht empfohlen :

  • Wirtschaftlichkeit:
    Die Herstellung einer Asphaltdecke ist pro Kilometer zwar im Schnitt doppelt so teuer wie die einer wassergebundenen Decke. Die mittleren jährlichen Reparaturkosten einer wassergebundenen Decke betragen jedoch mehr als das 10-fache einer Asphaltdecke.
  • Versickerung:
    Immer wieder wird die wassergebundene Wegedecke als vermeintlich ökologischere Alternative zur Asphaltbauweise genannt. Wassergebundene Decken sind jedoch stark verdichtet, Regenwasser dringt nicht in sie ein, sondern fließt fast komplett seitlich ab. Diesbezüglich unterscheiden sie sich kaum von Asphaltdecken, da Radwege im Außenbereich in der Regel nicht an die Kanalisation angeschlossen sind, d. h. Regenwasser versickert seitlich der Wege und steht der Grundwasserneubildung zur Verfügung.
  • Verdichtung: Durch die Belastung durch Fahrzeugreifen verdichtet sich der Boden unter geschlämmten wassergebundenen Wegedecken stärker als unter Asphaltdecken, da der Asphalt die Krafteinleitung aus den Reifen besser verteilt.
  • Mehrfachnutzung: Die gemeinsame Nutzung eines Weges durch Radfahrende und Pkw-Verkehr schließt die Anwendung wassergebundener Decken aus, da die anderen Nut-zungen zu einer Zerstörung des Radweges führen. Da wir sowohl im Schildblatt- als auch im Chrysanthemenweg Auswohner:innen haben und das Gelände des Veranstaltungsortes „Chrsyantheme“ erreichbar bleiben muss, kann eine Nutzung der Wege durch PKW nicht ausgeschlossen werden.
  • Nutzerfreundlichkeit: Asphaltdecken haben einen deutlich höheren Fahrkomfort. Wassergebundene Fahrbahnoberflächen weisen einen erhöhten Rollwiderstand auf. Laut dem ADFC ist ein 50-100 % höherer Energieverbrauch gegenüber Asphalt nachweisbar. Da die Wegeverbindung Schildblattweg – Pfingstrosen- Chrysanthemenweg vornehmlich dem Radverkehr dienen soll, ist dieses Argument von großer Bedeutung.

Update
Die Sanierung der Wegeverbindung Schildblattweg – Pfingstrosen- Chrysanthemenweg ist abgeschlossen. Die Querachse in Ost-West-Richtung zwischen Universitätsgelände und Gröpelingen gewinnt somit an überörtlicher Bedeutung. Die zusätzliche Beschilderung sorgt für Orientierung und verweist auf den durchgängigen Radweg. An kurvigen Stellen, wie beim Übergang vom Chrysanthemenweg auf den Schildblattweg, sorgen Poller für ein Drosseln des Tempos der Radfahrer:innen und sperren hier den Durchweg für den Autoverkehr.

Jedes Jahr im Frühling beginnt ein besonderes Naturphänomen: die Krötenwanderung.
Das anhaltend milde Wetter lässt bald wieder die Kröten und Frösche aus der Winterstarre erwachen.
Dann wandern sie wieder los zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie im Grünen Bremer Westen leider auch eine Straße überqueren- Schilder allein helfen dort nicht zu ihrem Schutz.
Deshalb möchten wir, wie im letzten Jahr auch, wieder die Kröten, Frösche und Molche von der Straße bringen und die Autofahrer:innen sensibilisieren.
Die Amphibien starten meist in der Abenddämmerung, deshalb kommt mit Lampe, Handschuhen und evtl. auch Warnweste. Wichtig ist dabei, dass die Amphibien nie an einen anderen Ort gebracht werden dürfen, denn sie möchten zu dem Gewässer wandern, wo sie geboren wurden. Am besten daher auf die Laufrichtung achten und sie behutsam auf die andere Seite setzen.

Kontakt: Katrin Haselbach, Initiative für den Schutz der Kröten im Waller Kleingartengebiet,
chrysantheme@arbeit-oekologie.de

Weitere Informationen gibt es ebenfalls in der Rubrik Presse und Links.

Um den Aufenthalt im Grünen Bremer Westen nachhaltig, sauber und erholsam zu gestalten, ist das Gebiet des Waller Fleets von der Grünordnung bei SKUMS mit entsprechendem Mobiliar ausgestattet worden. Immer mehr Ausflügler:innen nutzen den Grünen Bremer Westen zur Naherholung, so dass nun für Radfahrende genügend Fahrradbügel an besonderen Wegeverbindungen aufgestellt sind. Das gleich gilt für die neuen Sitzgelegenheiten an attraktiven Standorten mit Blick auf kleine Fleete und Kleingärten. Vor allem die dazu platzierten Abfalleimer sollen dafür sorgen, unliebsame Müllverschmutzung im Naherholungspark zu vermeiden.

Bienenfutterautomat

Mit dem Ziel mehr Blütenvielfalt für heimische Bestäuber-Insekten im Grünen Bremer Westen zu fördern, steht neben dem Insektenhotel im Eisblumenweg ein Bienenfutterautomat. Dieser umfunktionierte und upgecycelte Kaugummi-Automat ist bestückt mit Mehrweg-Samenkapseln, die je nach Jahreszeit mit regional angepassten Mischungen oder Krokusknollen zum Ziehen befüllt sind. Dazu enthalten die Kapseln eine Saatanleitung, die über die richtige Aussaat informiert. Solange der Vorrat reicht, gibt es jetzt im Winterhalbjahr Krokus-Kapseln für je 50 ct. Im Frühjahr wird der Automat wieder mit einer Regio-Wildblumenmischung aufgefüllt und ein weiterer Automat im kommenden Jahr im Gebiet In den Wischen aufgestellt.

Der Bienenfutterautomat ist eine Kooperation der Bienenretter Manufaktur, die Füllware mit Samen liefert und des Bienenretter-Projekts von FINE (Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V.), die die fachliche Unterstützung übernimmt. Die ehemaligen Kaugummi-Automaten werden in Handarbeit von Sebastian Everding aus gebrauchten Teilen aufgearbeitet. Durch das Aufstellen der Bienenfutterautomaten von Vereinen, Kommunen oder engagierten Privatpersonen aus ganz Deutschland ist inzwischen ein Non-Profit- Netzwerk entstanden, das einen lokalen Einstieg in den Schutz Biologischer Vielfalt anstößt und ermöglicht.

Im Grünen Bremer Westen liegt ein großes Potential für Naturentwicklung: unzählige Stauden, verschiedene Gehölze, einjährige Sommerblumen, Totholzstrukturen, Feuchtbiotope, Mauer und Hecken bieten in dem Gebiet einer Vielzahl an Insekten eine Heimat. Um diese Artenvielfalt weiter zu fördern und die Kleingärtner:innen, Naherholungssuchende sowie Schulklassen aus den umliegenden Stadtteilen für die Bedürfnisse und Ansprüche von Wild- und Honigbienen im Besonderen und Insekten im Allgemeinen zu sensibilisieren, entsteht auf einer brachgefallenen Parzelle im Resedaweg im Kleingartengebiet Walle ein Gemeinschafts- Wild- und Honigbienengarten. Dieser kann ebenso zu Umweltbildungszwecken genutzt werden.
Die sonnige 1.200 m² große Gartenfläche bietet genügend Platz, um einen strukturreichen Garten anzulegen, der den unterschiedlichen Nahrungsressourcen und Habitatansprüchen der Bienen und Insekten entspricht. In der Vergangenheit wurden bereits auf benachbarten Flächen Strukturen, wie Totholzecken, Feuchtbiotope, Lesesteinhaufen und Wildblumenacker, für Wildbienen geschaffen, so dass dieser Garten den Tieren als Trittstein im großräumigen Gebiet dienen kann. Im Frühjahr 2021 hat sich bereits eine Projektgruppe organisiert, die, unterstützt durch den UBB und SKUMS, den Garten gestalten und pflegen wird.